Argentinien

Argentinien

Vom Dezember 2013 bis Ende Februar 2014 haben Susy und ich eine Reise durch Argentinien gemacht. Wir haben einen grossen Teil des Landes bereist. Unser hauptsächliches Fortbewegungsmittel waren die Busse, die in Argentinien sehr gut organisiert sind. Für 4 Teilreisen, nämlich von Buenos Aires nach Iguazú, von Salta ich Mendoza, von Bariloche nach El Calafate und von Ushuaya nach Buenos Aires nahmen wir aus Zeitgründen das Flugzeug.

Argentinien Bariloche – El Calafate – Fin del Mundo Ushuaia – Buenos Aires

Argentinien Bariloche – El Calafate – Fin del Mundo Ushuaia – Buenos Aires

Was essen wir in Argentinien?

Arge-Web 4-37
Cordero patagonico

Bekanntlich essen die Leute in Argentinien sehr viel Fleisch. Das können wir nur bestätigen, gibt es doch kaum eine Mahlzeit ohne Fleisch oder Fisch. Allerdings gibt es auch Trends zu Gunsten von Vegetariern in gewissen Restaurants. Im ganzen Land sind Gerichte mit Steaks auf allen Speisekarten. Diese sind dann meist riesig bis zu 500 gr. und je nach der Qualität des Restaurants von zäh bis sehr zart. In jedem Ort sind etwa die Hälfte der Restaurants „Parillas“, Lokale ,welche aufs Grillieren von Fleisch spezialisiert sind. Am offenen Feuer werden z.B. aufgeklappte Lämmer, Schweine und Teile vom Rind aufgehängt und so langsam gegart. So ein patagonisches Lamm schmeckt ausgezeichnet. Überall präsent sind die „Milanese“. Das sind riesige Wienerschnitzel welche man hier mit Käse, Schinken, Tomaten  überbacken oder gar mit einem Spiegelei obendrauf serviert. Dazu gibt es oft Kartoffelstock oder die allgegenwärtigen  „Papas Fritas“ Pommes Frites. Letztere werden hier oft noch hausgemacht und vor den Buden stehen riesige Kartoffelsäcke. Im ganzen Land werden Empanadas angeboten, Teigtaschen mit verschiedensten Füllungen, sogar mit Fisch. Gemüse gibt es eher selten, dafür aber Salate, was wir sehr schätzen. Italienische Spezialitäten wie Pizza und Pasta sind allgegenwärtig nur leider schmecken die Gerichte selten gut. Bei der Wahl unserer Restaurants folgen wir oft den Tipps vom „Lonely Planet“ und werden meistens angenehm überrascht mit leckerem Essen und alles sehr günstig. Auch wenn man hier nicht jeden Tag ein Steak Essen will, kann man sich gut abwechslungsreich ernähren. Wenn wir heimkommen will Peter zuerst Rösti mit Bratwurst essen und Susy freut sich auf ein Brot vom Macchi.  Continue reading

Argentinien Cordoba – Rosario – Atlantikküste – Peninsula Valdés

Argentinien Cordoba – Rosario – Atlantikküste – Peninsula Valdés

Cordoba
Innenhof Uni
Innenhof Uni

Während der nächsten Wochen queren wir den halben Kontinent an die Atlantikküste, um dort den Sommer am Meer zu geniessen und uns langsam in Richtung Süden zu bewegen. Wir nehmen von Mendoza aus den Nachtbus und diesmal haben wir Suiten gebucht, um richtig gut schlafen zu können. Nach 10 Stunden Fahrt, in denen wir recht gut geschlafen haben, treffen wir bereits um sieben Uhr früh in Cordoba, der zweitgrössten Stadt von Argentinien ein. Vom Terminal begeben wir uns direkt zum Hotel und wir können sogar schon zu dieser Tageszeit das Zimmer beziehen. Herrlich so eine Dusche nach einer Nacht im Bus.

Cordoba mit eineinhalb Millionen Einwohnern ist nicht etwa langweilig, so haben wir hier vier Nächte gebucht und machen uns nun daran, die Rosinen hier zu finden. Es gibt hier 7(!) Universitäten und somit viele junge Leute, die für ein turbulentes Leben sorgen. Schnell finden wir auch das Quartier Güemes, wo die Hippieszene von Argentinien beheimatet ist und nach 18.00 Uhr eine grosse Anzahl Verkaufsstände mit Handwerksarbeiten und Kleinkunst aufgebaut werden. Selbstverständlich fehlen auch nicht die lässigen Restaurants in der Nähe, wo wir sehr gut speisen.

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Argentinien Salta – Nordwesten – Mendoza

Argentinien Salta – Nordwesten – Mendoza

Auf dem letzten Teil der Fahrt nach Salta wird die Landschaft gebirgiger mit viel Wald und Fincas und zum Schluss fährt man in die Stadt wie in einen Kessel umrahmt mit Bergen. Es ist eine Stadt mit einer halben Million Einwohnern, das Zentrum des Nordens von Argentinien und ein beliebter Ausgangspunkt für Reisen im Nordwesten. Wir steigen im Hotel Candela ab, ein symathisches kleines Hotel, insgesamt bleiben wir hier 9 Tage.

Sicht vom San Bernardo
Sicht vom San Bernardo
Salta Gondelbahn von Garaventa
Salta Gondelbahn von Garaventa

Am Tag nach unserer Ankunft regnet es zum ersten Mal ziemlich heftig seit unserer Ankunft in Argentinien, die Abläufe auf der Strasse schlucken das Wasser nicht mehr und so faulenzen wir einen halben Tag. Auch am nächsten Morgen hängt noch Nebel, bevor sich langsam wieder der Normalzustand mit Sonnenschein einstellt.

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Argentinien Buenos Aires – Iguazu – Missiones

Argentinien Buenos Aires – Iguazu – Missiones

Nach einem Nachtflug von Quito Ecuador via Lima Peru komme ich am frühen Morgen vor 6 Uhr in Buenos Aires an.  Trotz intensiver suche finde ich meinen aufgegebenen Rucksack nicht. Nach vielem Nachfragen schickt man mich zum Büro von LAN, dieses ist natürlich nicht in dieser Halle und sogar auf der anderen Seite von Einreise und Zoll. Ich habe ein schlechtes Gefühl, ohne das Gepäck einfach durch den Zoll zu gehen. Auf der anderen Seite erfrage ich den Weg zum LAN Büro, ich bin der vierte in der Reihe und es dauert bis ich mein Anliegen vorbringen kann. Nach unzähligen Fragen und Telefonaten, werde ich informiert, dass das Gepäck sicher angekommen sei. Ich darf es aber nicht selber holen, sagt man mir, es werde mir gebracht. Inzwischen ist es halb neun geworden und ich werde langsam nervös, denn ca 10 Uhr kommt Susy durch den Zoll und ich möchte vorher, wie abgemacht, mindestens noch einige argentinische Pesos am Geldautomaten besorgen. Das wird eine komplette Fehlanzeige, denn alle Automaten auf dem Flughafen sagen mir und den vielen anderen Leuten, dass sie heute kein Geld ausspucken können. Beim Anstehen bei der Ankunft der Passagiere werde ich immer nervöser, denn es hat zwei Ausgänge und ich sehe vor lauter Latino-Begrüssungsszenen die ankommenden Fluggäste nicht. Schliesslich klappt es, ich sehe Susy und sie hat sich gar nicht verändert in diesen sechs Wochen. Wir umarmen uns und sind nun zusammen – also, geht ab jetzt der Bericht in der wir-Form weiter.

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